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	<title>Daniel in Taipeh</title>
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		<title>Pixar-Ausstellung</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 06:24:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Taipei Fine Arts Museum läuft gerade eine ziemlich gute Ausstellung: „Pixar, 20 Years of Animation.“ Zwei Freunde aus dem Studio hatten mich eingeladen, mir die Ausstellung anzusehen. Seit einigen Jahren tourt die Ausstellung um die Welt und hat u.a. bisher Stopp gemacht im MoMa New York, in London und Tokyo. Pixar selbst hat die [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Taipei Fine Arts Museum läuft gerade eine ziemlich gute Ausstellung: „Pixar, 20 Years of Animation.“ Zwei Freunde aus dem Studio hatten mich eingeladen, mir die Ausstellung anzusehen.</p>
<p>Seit einigen Jahren tourt die Ausstellung um die Welt und hat u.a. bisher Stopp gemacht im MoMa New York, in London und Tokyo. Pixar selbst hat die Ausstellung initiiert. Ich war ziemlich gespannt, zumal auch alle in Taipeh derzeit über die Ausstellung reden.</p>
<p>„Pixar, 20 Years of Animation“ ist eine ziemlich beindruckende Ausstellung. Überaus anschaulich wird der der Design- und Produktionsprozess bei Pixar dargestellt. Es werden Originlzeichnungen und -modelle gezeigt. Alle Charaktere werden offenbar zur Referenz detailliert als Modell gebaut. Für jeden Schritt gibt es Storyboards: Eins für die Geschichte, eins für die Formen, eins für die Farben … die werden für mehrere Pixar-Filme der letzten Zeit gezeigt. Aber ich bin nicht nur beeindruckt, sondern auch beruhigt: die Zeichnungen sind zum Teil ziemliche Collagen, die Figuren werden mehrlagig solange korrigiert, bis sie aussehen, wie sie aussehen sollen. Ich hatte bisher immer die Vorstellung bei Pixar würden nur hochbetagte und geniale Zeichner arbeiten.</p>
<p>Zum Schluss musste ich mir natürlich den Ausstellungskatalog kaufen, darin ist die Inhalten der Ausstellung nämlich hervorragend aufbereitet. Sowohl Die Ausstellung als auch den Katalog kann ich wärmstens empfehlen. Womöglich geht die Tour ja noch weiter und dem einen oder anderen bietet sich noch die Möglichkeit zum Besuch.</p>
<p>Da ich mich an das Fotografieverbot gehalten habe, kann ich von der Ausstellung keine Bilder zeigen. Ein anderer Mensch hat sich von derartigen Regeln nicht beeindrucken lassen, Bilder <a href="http://ronderick.wordpress.com/2009/08/12/pixar-exhibition-at-taipei-fine-arts-museum/">zeigt er in seinem Blog</a>. Von mir gibt&#8217;s nur zwei Turisten-Bilder mit Song und Megan.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-187" title="pixar-mit-song" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/pixar-mit-song.jpg" alt="pixar-mit-song" width="465" height="305" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-186" title="pixar-mit-megan" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/pixar-mit-megan.jpg" alt="pixar-mit-megan" width="465" height="305" style="margin-top: -8px;"/></p>
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		<title>My 5 favourite things</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Sep 2009 12:00:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>

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		<description><![CDATA[Als erste Aufgabe für Product Design wurde uns aufgetragen, unsere fünf Lieblings-Dinge vorzustellen. Da ich das meiste, was ich „Lieblings-Ding“ nennen könnte, in Deutschland lassen musste, war das gar nicht mal so einfach für mich, diese auszuwählen. Hinzukommt, dass ich gar nicht mehr so viele Dinge habe, die für mich eine unerlässliche Bedeutung haben, da [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Als erste Aufgabe für Product Design wurde uns aufgetragen, unsere fünf Lieblings-Dinge vorzustellen. Da ich das meiste, was ich „Lieblings-Ding“ nennen könnte, in Deutschland lassen musste, war das gar nicht mal so einfach für mich, diese auszuwählen. Hinzukommt, dass ich gar nicht mehr so viele Dinge habe, die für mich eine unerlässliche Bedeutung haben, da ich schon seit einiger Zeit damit abgefunden habe, in Taiwan ohne „Lieblings-Dinge“ auszukommen.<br />
So zeigen die fünf Fotos, die ich mit in den Unterricht genommen habe, auch eher essenzielle Dinge. Im Grunde stehen diese auch nicht für sich selbst, sondern sind Symbole für ihre Produkt-kategorie.</p>
<p><img style="border: 0px initial initial;" title="5-fav-things-stuhl" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/5-fav-things-stuhl.jpg" alt="5-fav-things-stuhl" width="465" height="305" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-173" style="margin-top: -8px;" title="5-fav-things-flasche" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/5-fav-things-flasche.jpg" alt="5-fav-things-flasche" width="465" height="305" /><br />
<img style="border: 0px initial initial; margin-top: -8px;" title="5-fav-things-brille" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/5-fav-things-brille.jpg" alt="5-fav-things-brille" width="465" height="305" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-172" style="margin-top: -8px;" title="5-fav-things-buch" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/5-fav-things-buch.jpg" alt="5-fav-things-buch" width="465" height="305" /><br />
<img style="border: 0px initial initial; margin-top: -8px;" title="5-fav-things-macbook" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/5-fav-things-macbook.jpg" alt="5-fav-things-macbook" width="465" height="305" /></p>
<p>Nicht ganz nachvollziehen kann ich, dass wir letztendlich basierend auf der Diskussion im Unterricht über unserer Lieblingsdinge das erste Produkt entwerfen. Warum soll ich etwas gestalten für Situationen, in denen es bereits optimale Lösungen gibt!? Wäre es nicht viel sinnvoller als Ausgangspunkt für neue Produkte über die fünf am meisten gehassten Dinge zu diskutieren?<br />
Ich habe das nicht angesprochen, sondern warte nun einfach ab, wie sich das entwickelt. Womöglich hat das ja sogar einen Hintergrund, den ich noch erschliessen muss.</p>
<p>Zum Schluss noch ein Eingeständnis:  Ich komme hier kaum zum bloggen, da die Hochschule einen wesentlichen Teil meiner Zeit für sich beansprucht. Meine nicht ganz optimale Lösung: die Einträge werden rückdatiert auf den Zeitraum, in dem sie eigentlich veröffentlich hätten werden müssen.</p>
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		<title>Chinesisch-Unterricht</title>
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		<pubDate>Sun, 13 Sep 2009 07:17:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[An der Shih-Chien University gibt&#8217;s für alle Austauschstudenten einen wöchentlichen Chinesisch-Unterricht. Für die Business-Studenten ist der Pflicht, für alle anderen freiwillig. Die Kursbescheibung im Semesterprogramm deckt sich in etwa mit dem, was ich im Chinesisch-Kurs in den ersten drei Tagen gelernt habe. Es gibt zwar auch ein begleitendes Kulturprogramm, aber auch das habe ich zu [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>An der Shih-Chien University gibt&#8217;s für alle Austauschstudenten einen wöchentlichen Chinesisch-Unterricht. Für die Business-Studenten ist der Pflicht, für alle anderen freiwillig. Die Kursbescheibung im Semesterprogramm deckt sich in etwa mit dem, was ich im Chinesisch-Kurs in den ersten drei Tagen gelernt habe. Es gibt zwar auch ein begleitendes Kulturprogramm, aber auch das habe ich zu im Mai bereits zu großen Teilen mit Studenten absolviert. Außerdem findet der Chinesischkurs Donnerstags statt und das ist der einzige Tag in der Woche, an dem ich keine Industriedesign-Veranstaltungen habe. Nun kann man sich ungefähr vorstellen, welche Lust ich auf den Kurs hatte.</p>
<p>Heute war die erste Stunde. Ich lass mich ja gerne positiv überraschen, also bin ich da auch hingegangen. Ausserdem ist das hier an der Hochschule wohl so, dass man sich in der ersten Woche die Kurse alle ansehen kann und sich erst danach verbindlich einschreibt. Es war also alles unverbindlich und ich hatte nichts zu verlieren.</p>
<p>Nun gut. Der Unterricht ging dann erstmal ohne die Professorin los. Ihre Assistentin hat dann angefangen, ein paar chinesische Wörter an die Tafel zu schreiben und sie vorzulesen. Ihr Englisch war ziemlich miserabel. Als erstes schrieb sie  „Nǐ hǎo“ (Chinesisch für „Hallo“) und den Namen der Professorin an. Wir müssen diese ja angemessen begrüßen können, wenn sie denn kommt.<br />
Die kam dann auch auch eine viertel Stunde verspätet zu Tür rein und hat danach ein ziemliches absurdes Theater aufgeführt. Das war bisher immer so, dass wenn ich irgendwas Chinesisches gesagt habe, die Taiwanesen sich geradezu diebisch darüber gefreut haben. Das finde ich okay und mitunter schmeichelt es mir auch. Ich bringe denen dann was Deutsches bei und freue mich auch, wenn die das lernen. In der Stunde hat die Professorin uns immer wieder einfache chinesische Phrasen im Chor aufsagen lassen. Dach kam immer der selbe breitspurige Auftritt. Sie schwärmte, dass sie ganz genau gehört habe, dass wir alle eine perfekte ausprache haben. Offenbar seien wir Naturtalente. So ein affektiertes Auftreten mag ich überhaupt nicht, vor allem nicht, wenn es von vermeidlich gestanden Persönlichkeiten vor einem Publikum kommt.</p>
<p>„Hallo“ – „Auf Wiedersehen“ – „Danke“ – „Bitte“ – „Mein Name ist …“ – „Ich komme aus …“<br />
Das war der Stoff für heute. Ich saß ziemlich gelangweilt im Unterricht. Die Langeweile ist mein Problem, es hat ja niemand von mir gefordert chinesisch zu lernen.</p>
<p>Im zweiten Teil mussten wir alle nach vorne und und vorstellen. „Hello, I&#8217;m Daniel from Germany.“ Die Professorin hat mir dann einen chinesischen Namen gegeben. bei hat sie drei Silben meines Vornamens genommen und die Chinesisch ausgesprochen: „Da-Ni-R“. Das macht zwar phonetisch Sinn, funktioniert als Name aber nicht. Chinesische Vornamen – bzw. vielmehr Rufnamen, denn der Familienname wird zuerst genannt – bestehen aus zwei Silben. Im Chinesisch-Kurs in Deutschland hatte ich bereits einen „echten“ chinesischen Namen bekommen, den ich der Lehrerin mitgeteilt habe: „Zàng Dān-Lǐ“. Das hat sie nicht gekümmert. Ich hab der guten Frau dann auf Chinesisch erklärt, dass ich bereits ein wenig Chinesisch kann („Wǒ huì  yīdiǎndiǎn  Zhōngwén“). Darauf hin hat sie kurz theatralisch gejubelt, aber dann auch ganz schnell wieder in ihrem Programm weiter gemacht.<br />
Ich sollte dann noch erzählen, was mein erster Eindruck von Taiwan ist. „It is all different.“ Das habe ich so auch ziemlich ernst gemeint. Immerhin wird hier eine Sprache gesprochen, die mit unser nichts gemein hat, es ist alles viel kleiner und bunter, das Klima ist unglaublich heiß und schwül und die Menschen glauben an Geister. Das ist kein Vorwurf, nur meine Wahrnehmung. Womöglich ist das auch falsch, aber um das ggf. festzustellen bin ich ja auch fast ein Jahr hier. Ich habe keine Probleme damit, mich Unterschieden und meiner eigenen Fehlwahrnehmung zu stellen, sonst wäre ich kein Designer. Die Professorin hat mich das aber gar nicht erst erzählen lassen, sondern mein „It is all different“ schnell auf „Oh! Culture shock!“ verkürzt. Dann war auch schon der nächste dran.</p>
<p>Wenn die Professorin mir nun also einen Kulturschock unterstellt, frage ich frage mich, ob sie den denn auch mit den reinen Oberflächlichkeiten, die sie im Unterricht praktiziert, aus dem Weg räumen will!? Wenn ja, dann wäre Taiwan zum Schluss nur noch albern und kitschig. Das es das nicht ist, habe ich in einigen erstgemeinten Gesprächen festgestellt, die ich mit Studenten geführt habe.</p>
<p>„Zum Schluss sollten wir die Phrasen aus der Stunde mit einigen taiwanesischen Studenten lernen. Das habe ich mir dann gesparrt und bin stattdessen ins International Office gegangen, um zu erklären, dass ich den Chinesisch-Kurs nicht belegen werde.</p>
<p>Wenn man bei Youtube nach „Shih-Chien University“ sucht, findet sich unter den ersten Treffern ein Video aus Chinesisch-Kurs. Wenn man sich das ansieht, kommt das ganz lustig daher. Mein Problem ist, das die Professorin das aber genau so und vollkommen ernst meint.</p>
<a href="http://danielzander.eu/taipeh/2009/09/13/chinesisch-unterricht/"><p><em>Click here to view the embedded video.</em></p></a>
<p>Die ganzen förmlichen Begrüssungsfrasen sollten übrigens auf den Abend vorbereiten, da fand nämlich das offizielle Welcome Dinner für die Austauschstudenten statt. Es war ein kleines Drama, das der Präsident der Hochschule verhindert war und nur der Vizepräsident kommen konnte. Ich fand des Weniger schlimm. Prof. Kuan kommt nämlich aus dem Industriedesign-Department und so hatten wir ganz vorher schon miteinander zu tun. Am zweiten Tag haben wir uns zufällig im Bücherladen getroffen und ganz locker ernsthaften Smalltalk gehalten. Auf jeden Fall hatte der überhaupt keine Lust auf die ganzen Förmlichkeiten beim Dinner und war auch ganz froh, als er mich ganz normal begrüßen konnte.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-136" title="chinesischkurs-kuan" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/chinesischkurs-kuan.jpg" alt="chinesischkurs-kuan" width="465" height="305" /></p>
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		<title>Design auf Chinesisch 2</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Sep 2009 09:01:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
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		<description><![CDATA[Die Veranstaltung, welche mich dieses Semester am meisten auf Trab halten wird, ist Product Design (3), dem Projektkurs. Die eingeklammerte „3“ bedeutet, dass der Kurs im dritten Studien-Jahr stattfindet. In dem Kurs muss ich nacheinander zwei Produkte entwickeln und gestalten. Im Gegensatz zu den anderen Veranstaltungen, findet Product Design zweimal pro Woche statt.nDer ganze Jahrgang [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die Veranstaltung, welche mich dieses Semester am meisten auf Trab halten wird, ist Product Design (3), dem Projektkurs. Die eingeklammerte „3“ bedeutet, dass der Kurs im dritten Studien-Jahr stattfindet. In dem Kurs muss ich nacheinander zwei Produkte entwickeln und gestalten. Im Gegensatz zu den anderen Veranstaltungen, findet Product Design zweimal pro Woche statt.nDer ganze Jahrgang belegt diesen Kurs, wobei der von vier Dozentnen geleitet wird, die jeweils einen anderen Schwerpunkt haben. Es gibt zweimal Transportaion Design, Digital Design und zweimal Product Design. Ich werde wohl Product Design belegen.</p>
<p>Gestern war nur eine Einführungsveranstaltung, in der die beiden Themen für das Semester vorgestellt werden: Das erste ist „Re+“, das zweite „Read then“. So unkonkret bzw. eher offen wie die Titel sind auch die Themen. Für „Re+“ müssen wir ein Produkt oder eine Situation „re-thinken“, „re-connecten“, „re-designen“. Für „Read then“ wählen wir von einer Literatur- Liste ein Buch aus und gestalten basierend auf dem, was wir beim Lesen gelernt haben.<br />
Ich hatte mich vorab mit der Dozentin Sally zusammengesetzt, sodass ich zumindest erahnen konnte, was sie auf chinesisch erzählte. Ich habe aber auch zwei Studenten, die gutes Englisch sprechen, und den Unterricht für mich Simultan übersetzten. Den beiden habe ich gestern aber noch ein wenig Ruhe gegönnt, da ich vorher schon eine Einführung hatte.</p>
<p>Bei Sally habe ich auch ein Seminar zu Crafts und Materialerialien. „Crafts“ bedeutet etwa „Handwerk“ oder „Herstellung“, wobei beides nicht ganz treffend für das ist, was es in Taiwan meint. Ich hab noch nicht ganz verstanden, was wir da genau machen, aber wir werden einige Craft Master (deren Bedeutung erkläre ich später) besuchen. Das finde ich spannend, daher mach ich da mit.<br />
Auch hier habe ich wieder einen „Übersetzter“. Die Dozentin hatte zu Beginn des Seminars auf Chinesisch in die Klasse gefragt, wer Englisch kann. Es gab kurz schockierte Ruhe, bis sich ein Student gemeldet hat, dann haben alle Gejubelt.<br />
Die erste Hausaufgabe (die gibt es hier wirklich und sogar regelmässig) finde ich etwas eigenartig dafür, das es ein Crafts-Seminar ist. Wir sollen eine fünfminütige Präsentation über uns selbst vorbereiten, in der wir auf hne Text und Erzählen verzichten.</p>
<p>In beiden Veranstaltungen bin ich zweimal ziemlich überrascht worden. Die Dozentin sprach die Ganze Zeit auf Chinesisch und auf einmal bat sie mich auf Englisch „Daniel, can you please say something to your classmates?“. Auch wenn ich mittlerweile eigentlich ganz gerne vor Publikum spreche, war ich da doch ein wenig perplex, da ich gar nicht so schnell schalten konnte. Dementsprechend habe ich auch nicht so wahnsinnig viel gesagt. Es haben trotzdem Beide male alle laut gejubelt und geklatscht.</p>
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		<title>Design auf Chinesisch</title>
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		<pubDate>Mon, 07 Sep 2009 10:29:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[In dieser Woche ging es dann auch mit dem los, warum ich nach Taipeh gekommen bin: Industrial Design studieren. Austauschstudenten im Industriedesign-Fachbereich sind an der Shih-Chien University eine ziemliche Ausnahme. Das ist natürlich für mich auf der einen Seite die einmalige Chance, den Unterricht so mitzuerleben, wie er hier tatsächlich stattfindet. Andererseits bedeutet das aber auch, [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>In dieser Woche ging es dann auch mit dem los, warum ich nach Taipeh gekommen bin: Industrial Design studieren. Austauschstudenten im Industriedesign-Fachbereich sind an der Shih-Chien University eine ziemliche Ausnahme. Das ist natürlich für mich auf der einen Seite die einmalige Chance, den Unterricht so mitzuerleben, wie er hier tatsächlich stattfindet. Andererseits bedeutet das aber auch, dass ein Großteil der Studenten aber auch Lehrenden nicht auf Unterricht vorbereitet sind, der nicht auf Chinesisch stattfindet.</p>
<p>Beiden Tatsachen ist die Hochschule ganz einfach mit dem Vorschlag entgegnet, dass ich mit den Dozenten von interessanten Veranstaltungen bespreche, ob der Kurs tatsächlich meinen Vorstellungen entspricht, aber vor allem auch, ob und wie eine Betreuung auf Englisch stattfinden kann. Momentan bin ich ja noch ein totaler Anfänger der Chinesischen Sprache.</p>
<p>Es gab ein kleines Missverständnis, welches dazu führte, dass ich bis Montag morgen noch nicht wusste, welche Veranstaltungen in diesem Semester angeboten werden. Irgendwie bin ich davon ausgegangen, das ich eine englische Liste mit den Kursen bekomme. Die (ansonsten bestens vorbereiteten) Menschen vom gingen davon aus, dass ich die vom Fachbereich bekomme. Prof. Chou hatte ich in der letzten Woche aber so verstanden, dass mir das International Office die Liste vorbereitet.<br />
Auf Hektik und Stress hatte ich keine Lust, da sonst alles bestens läuft. So bin ich Montag morgen dann entspannt in die Hochschule gegangen um jemanden zu finden, mit dem ich meine Kurswahl besprechen kann. Es gab dann doch keine englische Liste, dafür hat mir Prof. Chou anhand der chinesischen Liste mir einige Kurse empfohlen und dann doch zumindest die Namen der für mich interessanten Veranstaltungen übersetzt. Überraschend für mich war, dass ich unbedingt einen Kurs belegen sollte, um Pro/ENGINEER zu lernen. ich kannte das Programm vor allem als eines, welches vornehmlich von Ingenieuren genutzt wird. In Taiwan arbeiten da wohl auch Designer mit.</p>
<p>Montag Nachmittag habe ich mich dann mit eben mit einigen Dozenten getroffen. Dabei sind einige Kursa auch wieder weggefallen. Pro/ENGENEER sei zu schwer, ich solle doch lieber mit Alias beginnen. Schade ist, dass ich Seminar zu Designgeschichte nicht belegen kann. Thema des Seminars ist Apple und seine Geschichte, was aber nur als Beispiel für eine Diskussion über den Gesamtkontext der jeweiligen Entwicklungen dient. Thematisch hätte das hervorragend mit nur einer kleinen chronologischen Lücke an die Designgeschichte-Vorlesung an der KISD angeschlossen, welche im letzten Semester bis zu HfG Ulm geführt wurde. Im Seminar sollte diskutiert werden, die Vorträge des Professoren sind dazu nur Impulse. Mit dem hatte ich auch direkt ein ganz Interessantes Gespräch über das Thema. Problem ist hier nur, dass das Seminar nicht auf Englisch stattfinden kann.</p>
<p><img style="border: 0px initial initial;" title="classromm" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/classromm.jpg" alt="classromm" width="465" height="305" /></p>
<p>Letztendlich habe ich mich dazu entschlossen, drei Kurse zu belegen.</p>
<p>Montags werde ich einen Alias-Kurs haben. Das findet zwar auf chinesisch statt, da es aber vor allem eine Programmschulung ist, kann ich das Geschehen über die Beamer-Projektion verfolgen. Jeweils zum Ende der Seminarsitzung erklären mir einige taiwanesische Studenten und der Professor ggf. nochmals das wichtigste.</p>
<p>Von den anderen Kursen werde ich im Laufe der Woche berichten.</p>
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		<title>Taiwan Designers Week</title>
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		<pubDate>Sun, 06 Sep 2009 15:37:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Design]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>

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		<description><![CDATA[Gestern haben wir zufällig ein Programmheft der „Taiwan Designers Week“ in die Hände bekommen. Das war komplett auf Chinesisch, sodass wir nichts verstanden haben, außer das heute der letzte Tag ist. Ohne so richtig zu wissen, was wir erwarten wollen und können, sind wir heute da heute hingefahren. Die Taiwan Designers Week fand in einer alten [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Gestern haben wir zufällig ein Programmheft der „Taiwan Designers Week“ in die Hände bekommen. Das war komplett auf Chinesisch, sodass wir nichts verstanden haben, außer das heute der letzte Tag ist. Ohne so richtig zu wissen, was wir erwarten wollen und können, sind wir heute da heute hingefahren.</p>
<p>Die Taiwan Designers Week fand in einer alten Industrieanlage statt, welche nun als Künstlerdorf genutzt wird. Auf der Messe werden vor allem neue Talente und aktuelle Themen vorgestellt. Die Ausstellungen (zumindest die kuratierten) hatten einen angenehm frischen und keineswegs aufgesetzten Werkstatt-Charackter, welche in der alten Anlage ihren passenden architektonischen Rahmen hatten.</p>
<p>Seit einiger Zeit kursieren im Internet Fotos aus der „Hacking IKEA“-Bewegung. Erst kurz vor der Abreise nach Taiwan hatte ich gelesen, dass es dazu eine Ausstellung gibt. Das diese auch in Taipeh Station macht, hatte ich nicht gewusst. Dementsprechend überrascht war ich, als sie in einer der Hallen zu finden. Wer einmal in die Gelegeheit kommt, sich eine „Hacking IKEA“-Ausstelung anzusehen, sollte das auf jeden Fall machen. Auf Fotos kommen die Sachen ein wenig gebastelt daher. Wenn man die Produkte allerdings in einer räumlichen Umgebung sieht, wird man feststellen, dass sie auch ernsthafte Qualitäten haben. Trotzdem nachfolgend einige Bilder meiner Favoriten.</p>
<p><img style="border: 0px initial initial;" title="IKEA-hacking-05" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/IKEA-hacking-05.jpg" alt="IKEA-hacking-05" width="465" height="305" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-116" style="margin-top: -8px;" title="IKEA-hacking-01" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/IKEA-hacking-01.jpg" alt="IKEA-hacking-01" width="465" height="305" /><br />
<img style="margin-top: -8px;" title="IKEA-hacking-04" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/IKEA-hacking-04.jpg" alt="IKEA-hacking-04" width="465" height="305" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-118" style="margin-top: -8px;" title="IKEA-hacking-03" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/IKEA-hacking-03.jpg" alt="IKEA-hacking-03" width="465" height="305" /><br />
<img style="margin-top: -8px; border: 0px initial initial;" title="IKEA-hacking-02" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/IKEA-hacking-02.jpg" alt="IKEA-hacking-02" width="465" height="305" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-122" style="margin-top: -8px;" title="IKEA-hacking-06" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/IKEA-hacking-06.jpg" alt="IKEA-hacking-06" width="465" height="624" /></p>
<p>In der selben Halle gab es auch einer der Ausstellungen, die neue Designer aus Taiwan vorstellen.Man kann ganz schön erkennen, wie Muster, Farben und Handwerk der eigenen Kultur in der Ausstellungsgestaltung, als auch in den Produkten reflektiert werden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-124" title="tdw-taiwan-design-1" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/tdw-taiwan-design-1.jpg" alt="tdw-taiwan-design-1" width="465" height="305" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-125" style="margin-top: -8px;" title="tdw-taiwan-design-2" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/tdw-taiwan-design-2.jpg" alt="tdw-taiwan-design-2" width="465" height="305" /></p>
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		<title>City-Tour</title>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 15:41:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einkaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachdem wir gestern mit allen aufdem  Shi-Lin Nightmarket waren, gabt&#8217;s heute die große City Tour durch Taipeh. Dabei haben wir uns die ganzen wichtigen Touristren-Spots angesehen. Ich schreibe da heute mal nicht so viel zu, denn ich bin ja was länger hier und werde die Orte noch das eine oder andere mal besuchen. Die erste [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Nachdem wir gestern mit allen aufdem  Shi-Lin Nightmarket waren, gabt&#8217;s heute die große City Tour durch Taipeh. Dabei haben wir uns die ganzen wichtigen Touristren-Spots angesehen.<br />
Ich schreibe da heute mal nicht so viel zu, denn ich bin ja was länger hier und werde die Orte noch das eine oder andere mal besuchen.</p>
<p>Die erste Station war die Chiang Kai-Shek Memorial Hall, einem Monument zu Ehren des Gründers der Republik China. Dort haben wir auch eine akribisch einstudierte Choreographie an der Statue von Chiang Kai-Shek gesehen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-113" title="city-tour-ckm-2" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/city-tour-ckm-21.jpg" alt="city-tour-ckm-2" width="465" height="432" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-96" style="margin-top: -8px;" title="city-tour-andrew-ich-alicia" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/city-tour-andrew-ich-alicia.jpg" alt="city-tour-andrew-ich-alicia" width="465" height="305" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-97" style="margin-top: -8px;" title="city-tour-ckm" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/city-tour-ckm.jpg" alt="city-tour-ckm" width="465" height="432" /></p>
<p>Natürlich wurde uns auch gezeigt, wo man in Taiwan gut einkaufen kann. Die abgefahrenensten Läden waren sicherlich die, in denen man seine Elektrogeräte abgeben konnte, um diese mit Fake-Edelsteinen und anderem Kitsch verzieren zu lassen. Da werden vor allem Handys abgegeben, aber auch Notebooks und iPods und manchmal so umspannende Dinge wie Taschenrechner. In einem riesigen Bücher-Laden habe ich mir einige Chinesisch-Bücher gekauft, schließlich möchte ich hier ja noch lernen. Für drei Bücher habe ich nicht einmal 20 Euro gezahlt – zum Vergleich: das eine Buch in meinem Chinesisch-Kurs hat über 40 Euro gekostet. In dem Bücherladen gibt&#8217;s auch einen Plattenladen, da habe ich Fettes Brot gefunden.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-100" title="city-tour-taschenrechner" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/city-tour-taschenrechner.jpg" alt="city-tour-taschenrechner" width="465" height="305" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-101" style="margin-top: -8px;" title="city-tour-fettes-brot" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/city-tour-fettes-brot.jpg" alt="city-tour-fettes-brot" width="465" height="305" /></p>
<p>Der Hauptbahnhof von Taipeh sieht von außen relativ unscheinbar aus. Im Inneren verbirgt sich allerdings auch eine mittelgroße (für deutsche Verhältnisse aber immer noch riesige) Shopping-Mall.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-98" title="city-tour-main-station" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/city-tour-main-station.jpg" alt="city-tour-main-station" width="465" height="305" /></p>
<p>Zu guter letzt waren wir im Taipei 101. Bis vor kurzen war das noch das höchste Gebäude der Welt. Von der Aussichtsplattform hat man einen wunderschönen Ausblick über ganz Taipeh und die Umgebung. Da es weit und breit kein anderes nur annähernd großes Gebäude gibt, ist der Blick in alle Himmelsrichtungen frei. Fotos davon gibt es später in einem eigenen Eintrag.</p>
<p>Heute wurden auch die Deaflimpics eröffnet. Da das für Taipeh ein ziemliches Prestige-Event ist, hat die Stadt es sich nicht nehmen lassen, das Abschlussfeuerwerk der Eröffnungsveranstaltung am Taipei 101 zu zünden. Das war uns nur recht, denn so haben wir schon in der ersten Woche eines er berühmetne chinesischen Feuerwerke gesehen</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-102" title="city-tour-101-taiwan" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/city-tour-101-taiwan.jpg" alt="city-tour-101-taiwan" width="465" height="305" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-103" style="margin-top: -8px;" title="city-tour-101-feuerwerk" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/city-tour-101-feuerwerk.jpg" alt="city-tour-101-feuerwerk" width="465" height="305" /></p>
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		<title>Vom Zahnarzt zum Nightmarket</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Sep 2009 15:37:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Heute hab ich das erste grosse Abenteuer hinter mich gebracht: Ich war beim Zahnarzt. In Deutschland gehören Zahnarztpraxen schon nicht zu meinen Lieblingsorten. Das ich diesmal zum Zahnarzt gehen sollte, der auch den Präsidenten der Hochschule betreut, hat mich nur beding beruhigt. Aber immerhin hat mir Mia vom International Office versichert, dass der Gute Mann [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Heute hab ich das erste grosse Abenteuer hinter mich gebracht: Ich war beim Zahnarzt. In Deutschland gehören Zahnarztpraxen schon nicht zu meinen Lieblingsorten. Das ich diesmal zum Zahnarzt gehen sollte, der auch den Präsidenten der Hochschule betreut, hat mich nur beding beruhigt. Aber immerhin hat mir Mia vom International Office versichert, dass der Gute Mann ganz gutes Englisch spricht.<br />
Letztendlich war alles ganz entspannt. Ich hab eine Tütchen mit bunten Pillen bekommen, welche die Gegend um den Zahn beruhigen sollen. Wenn nötig  gibt&#8217;s  dann später noch eine Behandlung. Da ich nicht geplant hatte, in Taiwan einen Arzt aufzusuchen, wusste ich auch nicht, welche Kosten mich erwarten. Gestern habe ich am Geldautomat einen Großteil der Semestermiete für&#8217;s Dormitory abgehoben, da wir das heute bezahlen mussten. Letztendlich habe ich 150 NT$ gezahlt (ca. 3 Euro). Die Einrichtung der Praxis erscheint übrigens eher wie die eines Wohnzimmer, als die einer Zahnarztpraxis.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-86" title="zahnarztpraxis" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/zahnarztpraxis.jpg" alt="zahnarztpraxis" width="465" height="305" /></p>
<p>Danach war&#8217;s ein wenig erfreulicher. Wir haben uns im Studio getroffen, um dort für&#8217;s Semester aufzuräumen und Arbeitsplätze zu verteilen. Das Studio ist ein ziemlich angenehmer Ort zum Arbeiten. Der Fachbereich gibt den Studenten einen Raum und einige Tische und die richten sich dann selbst ein. Mittlerweile gibt&#8217;s hier sogar Sofas, einen Kühlschrank (da kommt mein Arbeitsbier rein) und Schlafplätze. Wir sind 15 Leute, aber es sind nicht immer alle da, sodass hier wohl eine ziemlich lockere Atmosphäre herrscht. Die Plätze haben wir per Los verteilt. Die Taiwanesen haben sich offenbar alle gegenseitig so lieb, dass keine Andere Möglichkeit gab.</p>
<p>Nachmittags war die offizielle Einführungsveranstaltung. Sowas ist ja ohnehin an sich langweilig (aber natürlich notwendig) und ich kannte erstaunlich vieles von dem Vorgestellten von den 10 Tagen, die ich im Mai hier war. Daher wird dem nicht weiter Beachtung geschenkt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-91" title="shi-lin-gruppenfoto" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/shi-lin-gruppenfoto.jpg" alt="shi-lin-gruppenfoto" width="625" height="370" /></p>
<p>Gruppenfoto mit allen Internationals und School Buddies. Ich rechts mit „Chinese Pose“, die haben hier alle drauf, sobald man &#8216;nen Fotoapparat zeiht.</p>
<p>Unsere School Buddies haben uns anschließend an die eher dröge Einführungsveranstaltung zu einer Tour über den Shi-Lin Nightmarket eingeladen. In Taipeh gibt es einige dieser Nightmarkets, wobei in Shi-Lin der größte ist. Auf den Nightmarkets gibt&#8217;s das, was man klischeemässig auf asiatischen Märkten vermutet. Es wird Kleidung verkauft, es gibt &#8216;ne Menge Zeugs und es werden diverse Fakes angeboten. Ausserdem kann man sehr günstig sehr gut essen. Auf Nightmarkets muss man Stinky Tofu probieren. Die Einheimischen fragen einen solange, ob man das schonmal gemacht hat, bis man die Frage mit „ja“ beantwortet. Stinky Tofu ist eine Art von Tofu, welche bei der Zubereitung ziemlich fies stinkt. Sobald das aus der Tofu aus dem Topf oder aus der Pfanne kommt, ist es vorbei mit „stinky“. Daher ist das relativ unaufregend, wenn man nicht gerade einen viel zu scharfen Stinky Tofu erwischt, so wie ich. Ansonsten schmeckt das nämlich ziemlich gut.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-88" title="shi-lin-stolz-wie-oskar" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/shi-lin-stolz-wie-oskar.jpg" alt="shi-lin-stolz-wie-oskar" width="465" height="305" /></p>
<p>Ich hab auf dem Nightmarket zum ersten mal Essen auf Chinesisch bestellt. Wie das Gericht hieß, habe ich vergessen. Aber wenn man „qǐng gěi wǒ“ sagt und noch das Gericht anhängt, ist das sogar die freundliche Art. Ich war stolz wie Oskar, dass das funktioniert hat. Das sieht man auch auf dem Foto.</p>
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		<title>Einkaufen im Geistermonat</title>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 19:12:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Einkaufen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Mein zweiter Tag in Taipeh begann mit der Feststellung, dass ich kein Ladenkabel für mein MacBook eingepackt habe. Immerhin scheint das aber das einzige zu sein, was ich vergessen habe. Noch bevor ich irgendwen fragen konnte, wo man in Taipeh Mac-Zeugs bekommt, hat Song angekündigt, mich mit seinem Scooter abholen zu kommen und mich zu [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Mein zweiter Tag in Taipeh begann mit der Feststellung, dass ich kein Ladenkabel für mein MacBook eingepackt habe. Immerhin scheint das aber das einzige zu sein, was ich vergessen habe. Noch bevor ich irgendwen fragen konnte, wo man in Taipeh Mac-Zeugs bekommt, hat Song angekündigt, mich mit seinem Scooter abholen zu kommen und mich zu einen Laden zu bringen.</p>
<p>Gegen Mittag sind wir einen einem der vielen Shopping-Viertel Taipehs angekommen. Dort standen auf den Bürgersteigen große und kleine Tische, welche vollgepackt waren mit Süßigkeiten und Kräckern sowie Räucherstäbchen. Um diese Tischen standen halbwegs andächtig die Angestellten der Geschäfte.<br />
Song hat mich dann aufgeklärt, dass es sich dabei nicht wie zunächst von mir angenommen, um eine Verkaufsveranstaltung handelt. Derzeit ist in der chinesischen Kultur der Geistermonat. Die Höllentore sind für einen Monat geöffnet und so können die Geister in dieser Zeit auf die Erde kommen. Bei jeder Versammlung um einen der bunten Tische handelt es sich um eine Zeremonie zu Ehren der Geister, damit diese sich wohlfühlen und kein Unwohlsein verbreiten. Dazu gehören auch Feuer, welche in Tonnen am Strassenrand gezündet werden. Ohne Kommentar und mit dem richtigen Bildausschnitt könnte man bei den folgenden Fotos auch vermuten, ich sei gerade in den Vororten von New York unterwegs.</p>
<p><img style="border: 0px initial initial;" title="geistermonat-03" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/geistermonat-03.jpg" alt="geistermonat-03" width="465" height="305" /><br />
<img style="margin-top: -8px; border: 0px initial initial;" title="geistermonat-02" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/geistermonat-02.jpg" alt="geistermonat-02" width="465" height="305" /><br />
<img style="margin-top: -8px; border: 0px initial initial; title=" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/geistermonat-04.jpg" alt="geistermonat-04" width="465" height="305" /><br />
<img style="margin-top: -8px; border: 0px initial initial;class=" title="geistermonat-01" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/geistermonat-01.jpg" alt="geistermonat-01" width="465" height="305" /><br />
<img style="margin-top: -8px; border: 0px initial initial;class=" title="gesitermonat-07" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/gesitermonat-07.jpg" alt="gesitermonat-07" width="465" height="432" /><br />
<img style="margin-top: -8px; border: 0px initial initial;class=" title="gesitermonat-05" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/gesitermonat-05.jpg" alt="gesitermonat-05" width="465" height="305" /><br />
<img style="margin-top: -8px; border: 0px initial initial;class=" title="gesitermonat-06" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/gesitermonat-06.jpg" alt="gesitermonat-06" width="465" height="432" /></p>
<p>Abends bin ich dann mit Song und einen Freund von ihm ins Kino gegangen. Wir haben uns Transformers. In der Nähe der Hochschule ist ein riesiges Einkaufs- und Entertainment-Zentrum. Neben einem Riesenrand gibt es dort ein IMAX-Kino.<br />
Ich habe den kürzesten Weg zum Kino, also wollte ich die vorbestellten Kinokarten abholen. Im Im Buch aus dem Chinesischkurs habe ich nochmal fix alles nachgeschlagen, um das auf Chinesisch machen zu können. Das ist dann letztendlich nicht an meiner Aussprache gescheitert, sondern schlich daran, dass ich die falsche Reservierungs-Nummer notiert hatte … Ich weiß nicht mehr genau, wie teuer meine Cola war, allerdings habe ich mir eine große gekauft, ohne das irgendwie teuer zu finden. Das war schon ein wenig blöd den Taiwanesen gegenüber, denen Getränke im Kino zu teuer sind und daher welche aus dem Supermarkt mitbringen.<br />
Die meisten Filme werden hier übrigens nur mit Untertitel übersetzt. Man kann sich hier also die meisten Filme ohne Probleme, dansehen.<br />
Sehr überrascht ich nach dem Film, als alle Besucher die Verpackung ihrer Getränke und Popcorn ganz selbstverständlich mit nach draussen nahmen und in eine bereitstehende Mülltone warfen. Der Kinosaal war total sauber. Ich frage mich, ob überhaupt die Möglichkeit besteht, das sowas in Deutschland funktioniert!?</p>
<p>Zu fuß durfte ich dann nicht. Song hatte große Sorge, das mir irgendwas passieren könnte. Also hat er mich – klar, mit dem Scooter – nach Hause gebracht.  Das ist schon eigenartig: die ganzen Gefahren, die die Einheimischen hier sehen, bekomme ich nur nicht mit, weil ich die Sprache kaum verstehe. Ich fühle mich hier nämlich ziemlich sicher.</p>
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		<title>Essen gegen Jetlag</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 15:56:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Essen]]></category>
		<category><![CDATA[Fotos]]></category>
		<category><![CDATA[Hochschule]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Dormitory wartete schon Mia vom Office of International Affairs der Shih Chien University auf mich. Dieses Dormitory ist ausschließlich für die Nutzung von Austausch-Studenten vorgesehen und wird daher auch vom International Office verwaltet und gepflegt. Mia hat mir das Haus gezeigt und alles erklärt. Im Erdgeschoss sind die Gemeinschaftsräume: ein großes Wohnzimmer, eine große [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Im Dormitory wartete schon Mia vom Office of International Affairs der Shih Chien University auf mich. Dieses Dormitory ist ausschließlich für die Nutzung von Austausch-Studenten vorgesehen und wird daher auch vom International Office verwaltet und gepflegt.</p>
<p>Mia hat mir das Haus gezeigt und alles erklärt. Im Erdgeschoss sind die Gemeinschaftsräume: ein großes Wohnzimmer, eine große Küche und ein Essbereich mit allerdings nur 10 Stühlen für 11 Bewohner. Die meisten Schlafzimmer sind in der ersten Etage. Ich teile mir ein Zimmer mit Sebastian, einem Design-Studenten aus Würzburg. Der war allerdings bei meiner Ankunft, wie alle anderen auch, ausgeflogen. Von den 11 Leuten, welche in diesem Semester hier wohnen, kommen übrigens 8 aus Deutschland. Fotos vom Haus habe ich in der Erleichterung angekommen zu sein, nicht gemacht.</p>
<p>Ich lernte dann auch meine beiden School Buddies Alicia und Andrew kennen. Jeder Austausch-Student hat einen oder zwei taiwanesische Studenten, die einem  alles zeigen und bei Problemen behilflich sind. Das ist natürlich eine gute Sache, allerdings ist die Bezeichnung „School Buddies“  ein wenig gewöhnungsbedürftig. Dadurch, dass ich im Mai schonmal hier war und später auch einige taiwanesische Studenten in Köln waren, habe ich schon einige Freunde und Bekannte an der Hochschule. Es war nicht ganz unproblematisch, diesen zu erklären, dass ich nun neue „School Buddies“ habe …</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-65" title="tag-1-alicia-andrew" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/tag-1-alicia-andrew.jpg" alt="tag-1-alicia-andrew" width="465" height="432" /></p>
<p>Mit Alicia und Andrew zusammen habe ich mich dann aufgemacht, um mir eine taiwanesische Handynummer zu besorgen. Weil ich noch keine Aufenthaltsgenehmigung habe, konnte ich das nicht einfach im Handy-Laden machen, sondern musste mich in einem Verwaltungsbüro des Netzbetreibers vorstellen. Da lief allerdings alles reibungslos, mit der kleinen Ausnahme, dass ich natürlich nichts von dem Vertrag verstanden habe, den ich da unterschrieben habe. Die Karte hat übrigens nur 380 NT$ gekostet (ca. 8 Euro), wobei davon 300 NT$ Guthaben sind.</p>
<p>Auf dem Rückweg sind wir dann in die Hochschule, wo ich Ahbiee (eine Freundin) und Wan-Ru Chou (Professorin) wiedergesehen habe. Nach den Wiedersehensfreuden und -grüßen habe ich mit Prof. Chou besprochen, wie mein erstes von zwei Semester hier ablaufen wird. In meinem fall ist das alles etwas spezieller, da Austauschstudenten im Industriedesign-Fachbereich eher ungewöhnlich sind. So findet der Unterricht auch auf Chinesisch statt und auf englischsprachige Veranstaltungen ist man hier nicht eingestellt. Ich werde mich mit den Lehrenden abstimmen, wie meine Betreuung auf Englisch stattfinden kann.</p>
<p>Mit Ahbiee bin ich dann noch in ein Departement Store gefahren. In Taipeh fahren alle Scooter – wir also auch, ich auf dem Rücksitz. Würde ich erzählen, dass der Weg dahin nicht aufregend war, wäre das aus den folgenden drei Gründen gelogen.<br />
(1) Ich bin bisher noch nie Roller gefahren, da ich weder Bedarf hatte, noch das Bedürfnis verspürt habe, es auszuprobieren.<br />
(2) Wir sind in Taipeh unterwegs. ich habe sehr den Eindruck, dass die Menschen hier ein ziemlich entspanntes Verhältnis zu Verkehrsregeln haben.</p>
<p>(3) Ahbiee hat mir erzählt, dass Sie sich selbst nicht für die allerbeste Scooterfaherin hält. Außerdem hatte sie gerade erste einen Unfall.</p>
<p><img style="border: 0px initial initial;" title="tag-1-ahbiee" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/tag-1-ahbiee.jpg" alt="tag-1-ahbiee" width="465" height="432" /></p>
<p>Im Laden war dann alles leichter als erwartet: die Zahnpflegeprodukte kommen fast alle aus Deutschland. Ich brauchte aber noch Bedzeug und das war dort entweder zu teuer oder pink. Ahbiee hat dann schnell einen Freund mit Auto organisiert, der uns später zu IKEA fahren wird. Vor dem Department Store habe wir dann Song (war kürzlich ebenfalls in Köln) getroffen. Der kam natürlich auch mit dem Scooter.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-67" title="tag-1-song" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/tag-1-song.jpg" alt="tag-1-song" width="465" height="305" /></p>
<p>Wir sind zu einem kurzen Zwischenstopp ins Dormitory. Dort wurde es ganz schnell unübersichtlich. Mittlerweile hatten sich alle Mitbewohner eingetroffen, die aber offenbar alle von ihren School Buddies nachhause gebracht wurden. Es waren also anstatt 10 mir bisher unbekannter Mitbewohner nun 20 Menschen in dem kleinen Haus …<br />
Sebastian (studiert Visuelle Kommunikation und ich teile mein Zimmer mit ihm) und Julia (ebenfalls VK) sind mit zu IKEA gekommen. Anes (habe ich ebenfalls im Mai kennengelernt) hat uns orthingefahren. Während IKEA in Deutschland grosse gelbe Wellblechhallen in Industriegebieten baut, hat die Filiale in Taipeh eine Etage in einem Einkaufszentrum in zentraler Lage. Das Angebot war (vermutlich mangels Platz) nicht so umfangreich wie bei uns. Ich habe jedoch alles bekommen und so konnte ich mein Schlafgemach einrichten. Der kleine schwedische Supermarkt wurde auf dem einzigen Gang nach draussen positioniert, sodass man da auf jeden Fall hindurch gehen muss. Ich bin mir nicht sicher, warm man das so gemacht hat: einfach aus Platzmangel, oder weil man sich in Taiwan ganz locker geschäftstüchtig zeigen kann!?</p>
<p>Mittlerweile war ich ziemlich müde. Um Jetlag zu vermeiden wollte ich allerdings noch nicht schlafen gehen. Also musste ich noch etwas unternehmen. Ahbiee und Anes wollten mir ein typisches taiwanesisches Restaurant zeigen. Man trifft sich dort mit Freunden und Essen ist dort Nebensache. Es wird dort Bier getrunken – das haben die beiden mehrfach wiederholt. Die Stimmung im Restaurant erinnerte mich sehr an ein Brauhaus. Am Nebentisch saß eine größere Gruppe. Einige von denen schrien herum, es wurde gesungen und laut gelacht. Die Atmosphäre wurde von den Klängen aus dem Untergeschoss unterstützt, dort befindet sich eine Karraoke-Bar.<br />
Wir bekamen auch an unserem Tisch Bier serviert: eine Liter-Flasche Taiwan Beer und drei Gläser von höchstens der Hälfte einer Kölschstange. Das Essen war auch lecker. Es gab viele Kleinigkeiten in der Tischmitte, die wir uns geteilt haben. Wir haben alle ganz gut zugelangt. Beim Bier allerdings haben Ahbiee und Anes nach nur zwei oder drei Gläsern aufgehört: „It&#8217;s too strong.“ So habe ich die Flache zum Großen Teil alleine trinken müssen (wobei mir das eher ein Vergnügen ist, als eine Last). Ich habe dann auch festgestellt, dass auf dem Nebentisch auch nicht die großen Mengen Alkohol stehen, die so ein losgelöstes Verhalten in Deutschland voraussetzt.</p>
<p>Gegen 23 Uhr war ich dann Dormitory. Ich hatte irgendwie gar nicht den Eindruck, gerade als Gaststudent in einem neuen Land angekommen zu sein. Aber das ist ja auch ein gutes Gefühl.</p>
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		<title>Hingeflogen und angekommen</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Sep 2009 10:07:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Daniel</dc:creator>
				<category><![CDATA[Reisen]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Die letzte Nummer, die aus dem Autoradio kurz vor der Abfahrt zum Frankfurter Flughafen tönte, war „Wind of Change“. Das ist zwar ziemlich bedeutungschwanger, aber die Scorpions sind keineswegs das, was ich als letzte musikalische Erinnerung aus Deutschland mitnehmen wollte. Glücklicherweise hat mein Vater auch schnell das Radio leiser gedreht, um sich auf die Parkplatzsuche [&#8230;]]]></description>
				<content:encoded><![CDATA[<p>Die letzte Nummer, die aus dem Autoradio kurz vor der Abfahrt zum Frankfurter Flughafen tönte, war „Wind of Change“. Das ist zwar ziemlich bedeutungschwanger, aber die Scorpions sind keineswegs das, was ich als letzte musikalische Erinnerung aus Deutschland mitnehmen wollte. Glücklicherweise hat mein Vater auch schnell das Radio leiser gedreht, um sich auf die Parkplatzsuche zu konzentrieren. Danke Papa.</p>
<p>Meine Eltern hatten mich zum Flughafen gebracht. Wir haben zusammen einen letzten Fleischkäse nach Hausfrauenart gegessen. Dabei bin ich dann langsam auch hibbelig geworden, vorher bin ich im Vorbereitungsstress gar nicht zu Aufregung gekommen. Es ging dann aber auch ganz schnell. Meine Mama hat ein Abschiedsfoto geschossen, es gab einige Umarmungen und mein Versprechen, dass ich auch wieder zurück komme.<br />
<img class="alignnone size-full wp-image-43" title="Abschiedsfoto-Frankfurt" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/Abschiedsfoto-Frankfurt.jpg" alt="Abschiedsfoto-Frankfurt" width="465" height="305" /><br />
Der Flug war ganz okay, wenngleich ich bis zur Zwischenlandung in Peking überhaupt nicht zum Schlafen gekommen bin. Ich hab mir dann alle Filme des Boardprogramms nacheinander angesehen. Das Hörbuch, welches ich mir extra für die Reise noch gekauft hatte, hab ich vergessen auf den iPod zu ziehen.</p>
<p>Die Zwischenlandung in Peking fand ich ziemlich eigenartig. Das betrifft zum einen die Tatsache, dass ich für die vier Stunden Aufenthalt, die ganze Einwanderungsprozedur über mich ergehen lassen musste. Nun gut, immerhin habe ich jetzt einen  Stempel der Volksrepublik China im Reisepass.Geradezu absurd fand ich den Umgang der chinesischen Behörden mit der Schweinegrippe. Im Flugzeug liefen kurz vor der Landung Informationsfilme über die Prozedur, welche einem am Flughafen erwartet. Die waren allerdings ausschließlich auf Chinesisch und auch nicht untertitelt. Den Hinweis, dass es die Formulare auf denen man seinen aktuellen Gesundheitszustand und die letzten Aufenthaltsorte beschreiben soll, habe ich nur rein zufällig verstanden, weil ich ja erst kurz vor dem Abflug noch einen Drei-Wochen-Chinesisch-Crashkurs gemacht habe. Am Flughafen dann gab es einen ersten Schalter, an dem die Zettel auf Vollständigkeit geprüft wurden. Ich musste noch eine Telefonnummer eintragen. An einem zweiten Schalter wurden dann die Zettel eingesammelt. Das wars. Offenbar kann man in der Volksrepublik die Schweinegrippe mit Bürokratie abschrecken.<br />
<img style="border: 0px initial initial;" title="Zwischenlandung-Peking" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/Zwischenlandung-Peking.jpg" alt="Zwischenlandung-Peking" width="465" height="305" /><br />
Mein Versuch bei einem Fake-Starbucks am Pekinger Flughafen einen Kaffee auf Chinesisch zu bestellen, war von mittelmässigem Erfolg gekrönt. Die Bestellung aufzugeben an sich ist ganz einfach: Yī bēi  kāfēi. Das hat die Bedienung glücklicherweise auch verstanden. Allerdings war ich überhaupt nicht auf Nachfragen eingestellt. Neben dem Sprachproblem war das auch ein inhaltliches. Auf Fragen wie der, ob ich den Kaffee heiss oder kalt trinken möchte, war ich einfach nicht eingestellt.</p>
<p>Der Flug nach Taipeh war dann ziemlich entspannt. Dieses mal konnte ich sogar ganz gut Schlafen. Als das Board-Frühstück serviert wurde, habe ich mich für das chinesische entschieden. Die Einreiseprozedur in Taipeh war ganz einfach. Allerdings musste ich recht lange warten. Es kamen eine ganze Menge Deaflympics-Teilnehmer und -Helfer an. Die Deaflympics sind die Olympiade der Tauben, die ab der nächsten Woche in Taipeh stattfinden.<br />
<img class="alignnone size-full wp-image-45" title="Pickup-Service-Airport" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/Pickup-Service-Airport.jpg" alt="Pickup-Service-Airport" width="465" height="305" /><br />
In der Empfangshalle warte schon der Fahrer, welcher mich zum Dormitory bringen wird. Das unscharfe Foto lässt vermuten, wie schnell das abläuft. Der gute Mann telefoniert noch, erkennt mich durch mein Handzeichen, rückversichert sich noch einmal „Daniel?“, nimmt das Schild mit meinem Namen (in der Mitte) und dann kann ich ihm nur noch folgen. Die letzte Mail vom International Office der Shih Chien University hatte anstatt wie sonst „Pick-Up Service“ in der Betreffzeile „Limousine Service“ stehen. Letzteres beschreibt treffen, mit was für einem Wagen ich abgeholt wurde. Es war groß (unüblich für Taiwan) und hatte Ledersitze sowie verdunkelte Scheiben hinten. Womöglich war das sogar ein deutsches Fabrikat. Ich bin mir aber nicht ganz sicher, dafür ging das alles zu schnell und ich schon zu dösig.<br />
<img class="alignnone size-full wp-image-46" title="Pickup-Service-Fahrt" src="http://danielzander.eu/taipeh/wp-content/uploads/2009/09/Pickup-Service-Fahrt.jpg" alt="Pickup-Service-Fahrt" width="465" height="305" /><br />
Auf dem Weg nach DaZhi (das ist der Stadtteil, indem Hochschule und Dormitory sind) hat der Fahrer fast ununterbrochen mit gleich zwei Handies telefoniert. Daran hatte ich mich aber schon gewähnt, als ich im Mai an der Hochschule zu Besuch war. Ich hatte einige Taxifahrer, die das ebenso gemacht haben. Nach 40 Minuten sind wir am Dormitory angekommen. Das Dormitory für Austauschstudenten ist umgezogen. Soviel wusste ich, allerdings war ich doch sehr überrascht: beim letzten mal war das noch ein kleines Reihenhaus, jetzt ist das eher eine kleine Villa.</p>
<p>Die Reise hat fast 20 Stunden gedauert und ich bin doch erleichtert gewesen, endlich angekommen zu sein. Ausserdem war bei der Ankunft schönes Wetter.</p>
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